Die Göttin Tara

das Erwachen im weiblichen Körper

08. – 11. 10 .2026 Morschach / Schweiz

Jede Frau ist eine Priesterin. Jede…

Die großen Religionen und ihre Hirten haben der Frau einen Platz zugewiesen,

an den sie nicht gehört.

Aus der Göttin wurde Gott, aus den Priesterinnen Huren

und aus den Frauen,

die sich nicht beugen wollten, Hexen.

Doch das Besondere jeder Frau, das Vorausahnende, das Kluge, das Heilende, das Sinnliche – wurde erniedrigt.

Jede Frau ist eine Priesterin, wenn sie das Leben liebt.

Wenn sie sich selbst verzaubert und jeden, der ihr heilig ist.

Es wird Zeit, dass sich Frauen daran erinnern, welche Kräfte in ihnen stecken.

Die Göttin hasst Verschwendung, und Frauen verschwenden sich viel zu oft.

Jede Frau ist eine Priesterin. Jede…

~ Aus „Die Mondspielerin“ von Nina George

Das Weibliche wurde in den letzten Jahrtausenden sowohl von den vorherrschenden Religionen als auch von gesellschaftlichen Strukturen als etwas Dunkles, Negatives und Minderwertiges dargestellt. Das hat in unserer weiblichen Würde und in unserem Selbstbewusstsein als Frau über viele Generationen tiefe Narben hinterlassen und dazu geführt, dass das Göttlich-Weibliche, das in jeder Frau lebt, sich tief in ihr Unterbewusstes zurückgezogen hat. Indem wir uns im Laufe der Zeit den männlichen Strukturen zugewandt und uns an sie angepasst haben, wurde diese Verwundung nicht geheilt, sondern nur in den Schatten gedrängt. Daraus resultierte eine tiefe Spaltung – oder Abtrennung – in uns Frauen: von uns selbst, von der Erde und von der Weisheit unseres Körpers. In dieser Spaltung haben wir uns sehr lange vor den männlichen Göttern verneigt und gleichzeitig tief in uns die nährende, wilde, erdige Kraft der Göttin vermisst.

Deshalb ist die heilende Kraft der weiblichen Kreise für uns Frauen gerade von so essenzieller Bedeutung. In der bewussten Begegnung untereinander kann vieles heilen und erneuert werden. Je mehr weibliche Eigenschaften bzw. Fähigkeiten und Ressourcen wir in der bewussten Begegnung unter uns entdecken und zum Blühen bringen, desto aufregender und lebenswerter wird unser Leben als Frau sein. Unser Körper ist dabei das wichtigste und schönste Portal, das uns für diese Reise zur Verfügung steht. Durch unseren weiblichen Körper finden wir zu Orten der Kraft, Intuition und Weisheit und entdecken die unglaubliche Schönheit und Einzigartigkeit unseres weiblichen Wesens.

„Erst wenn wir vollständig im Körper präsent sind,

können wir durch den Körper etwas lernen, das über den Körper hinausgeht“.

~ Yoshi Oida

Die Göttin Tara ist eine der großen und wichtigen Göttinnen, die uns in diesem Prozess leitet und unterstützt. Sie lebt als DIE „Große Mutter“ innerhalb des Spektrums der Taras: der Weißen, Roten, Grünen, Gelben und Blauen Tara – sowohl in uns wie im globalen Feld des höheren Bewusstseins. Man kann die Göttin Tara als eine Art Nabelschnur betrachten, die unser individuelles weibliches Selbst mit unserem weiblichen Ursprung im Universum verbindet. In der weiblichen Spiritualität ist der Ursprung, aus dem wir kommen, die Große Mutter selbst. Wir sind ein Teil ihrer Substanz, ihres Wesens, ihrer Entwicklungen. Indem wir im Frauenkreis unser schöpferisches Bewusstsein gemeinsam auf sie ausrichten, erschaffen wir eine Art Lichtkanal, über den sie mit uns in Kontakt treten kann und mit jeder von uns auf ihre individuelle Art und Weise agieren kann. 

Den göttlichen Aspekt der Tara in uns können wir als die ursprüngliche Frau bezeichnen. Sie mag in uns noch unter zahlreichen Schichten überzivilisierter oder schmerzhafter Verdrängung begraben liegen, aber wir spüren deutlich, dass sie tief in unserem Herzen und unserem Schoß lebt und wir uns schon seit Langem nach ihrem Wissen sehnen. Sie vermag, unsere natürliche Lebensweise, unsere innenwohnende Integrität und unser Gespür für gesunde Grenzen zu wecken. Sie ist die Kraft der eigenen Tiefe schlechthin, aus der alle weiblichen Geschöpfe intuitiv Nahrung beziehen und ohne die wir nicht unbeschadet existieren können. 

Die Besonderheit der Göttin Tara liegt darin, dass sie sich für immer der Forschung dessen gewidmet hat, wie es ist, im weiblichen Körper zu leben und aufzuwachen. Sie unterstützt uns Frauen dabei, in unserer weiblichen Schönheit aufzublühen und im Einklang mit unserer tiefen, weiblichen Natur zu leben. Sie führt uns in das Feld des „Sich-zurück-Erinnerns“, das in den Tiefen unserer Psyche und der Zellinformationen unseres Körpers seit Anbeginn vorhanden ist. Sie schenkt uns die wichtige Gabe der Unterscheidungskraft, was die weibliche und was die männliche Art der Spiritualität ist und was die jeweilige Spiritualität bei uns bewirkt. 

Denn auch hier haben wir im Laufe der letzten Jahrhunderte die patriarchalen Formen des Aufwachens übernommen, ohne dass es uns Frauen bewusst war. Die Wahrheit jedoch ist: Manches kann NUR unter Frauen in einem heiligen Raum des Kreises erweckt und geheilt werden. Und manches kann nur zwischen Mann und Frau in einem heiligen Raum der Liebe und der gegenseitigen Wertschätzung geheilt werden.

Einer der zentralen und für die heutige Zeit sehr bedeutenden Aspekte der Göttin Tara ist die Heilung des Leidens, das in den verschiedenen Spaltungen, die unser Geist erschafft, wurzelt: Denn die patriarchale Welt von heute ist eine duale Welt. Eine Welt, die gerne die Dinge voneinander trennt und sie aus der Position der Trennung betrachtet und erlebt. Spirit und Materie. Alltag und Spiritualität. Positive und negative Gefühle. Körper und Seele. Durch diese Trennung entsteht Leiden. Ein Leiden, das seine Wurzel in einer Illusion hat. 

Tara lehrt uns, dass alles seinen Ursprung in derselben Quelle hat. Sie ist das Spektrum, das alles in sich vereint. Sie führt uns zurück zu dem Einheitsbewusstsein, aus dem alles entsprungen ist und in das alles wieder zurückkehrt. Es gibt keine Trennung zwischen Form und Geist. Neben dem „Vater, Sohn und dem Heiligen Geist“ existiert die „Mutter, Tochter und die heilige Materie“. Denn nur so wird die Einheit gebildet.

Tara erinnert uns daran, dass die weibliche Spiritualität immer ganzheitlich ist: Körper, Geist und Seele sind Eins. Und je mehr wir uns in diesem Bewusstsein verwurzeln, umso stärker wird jede Lebensphase und jede Handlung von dem Sakralen bestimmt sein. Denn wenn sich die Göttin in uns wieder zu gebären beginnt, beginnt auch die Spaltung in uns zu heilen und alle alltäglichen Handlungen beginnen, einen sakralen Aspekt in sich zu tragen. Die Trennung zwischen Spirit und Materie, Alltag und Spiritualität, Mensch und Natur wird immer mehr und öfter aufgehoben und wir beginnen, uns innerhalb der Einheit zu erleben. 

Eine Frau, die die Göttin näher kennen und lieben lernt, beginnt, aus sich heraus die Göttin in sich und in anderen Frauen zu erkennen und zu lieben.  

Genau hier beginnen die Samen der neuen Frauenkultur aufzugehen. Wir wurden schon vor langer Zeit dazu gebracht, die Liebe ausschließlich auf den Mann als irdischen Vertreter des männlichen Gottes auszurichten. Heutzutage entdecken wir eine ganz große, neue, alte Liebe unter uns Frauen: die Schwester-Liebe. Sie besitzt eine große Heilkraft und ist ein ganz besonderes Juwel des Lebens auf diesem Planeten.

Und genau mit diesem neuen Bewusstsein möchten wir innerhalb des Kurses die alltagsbezogenen und für unser Leben relevanten Themen betrachten:

Wie sieht die weibliche Spiritualität im zwanzigsten Jahrhundert aus?

Was braucht die „moderne“ Frau von heute, um als FRAU 

psychisch und emotional gesund zu sein?

Wie können wir unserer weiblichen Natur trotz des Lebens in der patriarchalen Welt gerecht werden? 

Wie kann sich unsere Frauen-Natur während der verschiedenen Phasen des Lebens entfalten und erblühen, 

ohne von der Last der schnelllebigen und komplexen, modernen Welt 

erdrückt zu werden?

Was erwartet dich in diesem Seminar:

  • Eintauchen und Zelebrieren der heiligen Geschichten der Göttin Tara. 
  • Heilsame Behandlungen mit dem schamanischen Hochzeitskorb.
  • Eintauchen ins Mysterium der weiblichen Urkraft.
  • Heilung des verletzten weiblichen Herzens.
  • Heilung der verletzten Weiblichkeit durch transformativen Tanz und präsente, wertschätzende Berührung im Frauenkreis.
  • Rituale, um die Schoß-Erd-Verbindung zu stärken.
  • Aufarbeitung alter Glaubenssätze, traumatischer Erfahrungen oder emotionaler Blockaden.
  • Ein vertrauensvoller Austausch und Zuhören ohne Bewertung.
  • Feiern und Zelebrieren des Frau–Seins.
  • …und vieles mehr.

„Sie zeigt sich in ihrer Größe,

denn sie hat die Angst vor ihrer eigenen Kraft verloren.

Sie ist frei,

denn sie hat ihre Schuldzuweisungen an das Patriarchat hinter sich gelassen.

Sie ist weise Gefährtin,

denn sie hat aufgehört, sich dem Mann unterzuordnen

und ihn gleichzeitig dafür zu bestrafen.

Sie liebt es, zu umsorgen, ohne unterwürfig zu sein,

denn sie hat zu einer neuen Würde gefunden.

Sie ist schön,

denn sie hütet sorgsam das Geheimnis des Lebens in ihrem Schoß.

Sie ist Hüterin der Erde,

denn sie weiß um die Zerbrechlichkeit der Ökosysteme

und wie man ihr Gleichgewicht bewahrt.

Sie ist eine Priesterin des Universums,

denn sie kennt die verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit.

Sie ist leidenschaftlich und unabhängig,

denn sie hat das Wesen ihrer Weiblichkeit erkannt.

Sie ist Muse,

denn sie weiß die Sehnsucht des Mannes zu stillen, zuinnerst berührt zu werden.

Sie ist Königin, denn sie lehrt den Mann, das neue Land

des erwachten Herzens mit ihr zu betreten.

~ Franziska Bolt

Seminarleiterin:

Renata Mierzejewska

Seminarleiterin für die Wiederentdeckung der weiblichen Kraft, Heilpraktikerin Sozialpädagogin, Partnerin und Mutter.
mehr

Wann:
Mi. 08.10. – So. 11.10.2026

Zeitplan:
Mi. 14:00 – 18:00 Uhr,
Do. – Sa. 09:30 – 18.00Uhr
So. 09:00 – 13.00 Uhr

Teilnahmegebühr:
640 CHF
zzgl. Übernachtung und Verpflegung

Maximale Teilnehmerzahl:
18 Personen

Wo:
Antoniushaus Mattli
6443 Morschach
Schweiz
www.antoniushaus.ch

Weitere Infos und Anmeldung:
www.ki-praxis.ch